Kurzgeschichten

Hier eine Auswahl aus meinen bisher veröffentlichten Kurzgeschichten:
Die neueste Veröffentlichung "Die Heilige des Eigensinns" erscheint am 23.07.2021 als E-Book bei Booksnacks, der Kurzgeschichten-Reihe von dp Digital Publishers.
Meine im Machandel-Verlag erschienenen Märchenadaptionen gehören ins Genre „Urban Fantasy“ und beziehen sich neben dem fantastischen Aspekt auch jeweils auf eine aktuelle gesellschaftspolitische Situation.

Die Geschichte „ ... und wartete, was geschah“ war meine erste Publikation überhaupt und schildert eine seltsame Begegnung im Zug.


Die Heilige des Eigensinns

Nach einem Schicksalsschlag reist Enid nach Rom, um auf andere Gedanken zu kommen.
Und tatsächlich folgt die Ablenkung schneller als gedacht, als sie in den Callisto-Katakomben auf eine Skulptur stößt, die eine sehr eigenartige Wirkung auf sie hat.

Eine Geschichte über die Heilige Caecilia von Rom und ihr Wirken heute - etwas anders als die Kirche sie erzählt ...


Aus Anthologie:

„Arndts Märchen Update 1.1. - Und dann ein Handkuss vom Rattenkönig“


Machandel Verlag, 2019
ISBN 978-3-95959-144-7

Leseprobe: „Projekt Erdwurm“

Niemand wusste, wann und wo genau es begonnen hatte.

Es war wie ein Gespenst, das an vielen Orten der Erde sein hohläugiges Haupt erhoben hatte, schemenhaft, nicht ernst genommen zunächst, dann aber immer deutlicher und gruseliger, bis man fassungslos beobachten konnte, wie es mehr und mehr von dem in sich hinein sog, was man für Fortschritte der Menschheit gehalten hatte. Es fraß die Vernunft, die globale Verbundenheit, die Sorge um die Natur, Respekt, Toleranz und Weitblick. Immer mehr Erdbewohner glaubten plötzlich, besser ohne diese Dinge auszukommen. Und die, die dagegen zu steuern versuchten, einzelne Politiker und Intellektuelle, wurden immer hilfloser und schuldbewusster. Irgendetwas musste falsch sein an den alten Werten, wenn sich so große Teile der Bevölkerung dagegen wandten, aber was es war und wie man die Abtrünnigen zurück ins Boot holen konnte, darüber fand man keine Einigkeit...

Projekt Erdwurm - die ganze Geschichte lesen

( oder alternativ als einfache PDF-Datei)


Aus Anthologie:

„Irische Märchen Update 1.2.- Taxi mit Elfe“


Machandel Verlag, 2020
ISBN 978-3-95959-197-3

Leseprobe: „Danbert oder die Brauerei von Eierschalen“

Es war die erste Nacht, die das Kind und ich zu Hause verbrachten. Wir hatten es für das Praktischste gehalten, es zusammen mit uns in unserem großen neuen Boxspringbett schlafen zu lassen. Ich döste nur leicht, im Krankenhaus in Dublin hatten sie uns gesagt, das Baby würde nachts Hunger bekommen, und ich war aufgeregt. Die ganze Zeit war mir bewusst, dass das Kind da war. Und dass wir jetzt Vater und Mutter waren. Irgendwie kam es mir wie ein Spiel vor, in dem ich uns noch nicht so recht ernst nehmen konnte. Ich hörte mich leise kichern, ohne aber richtig davon aufzuwachen. Dann muss ich aber doch fester eingeschlafen sein, denn als mein Mann Thomas sich aufrichtete, kam ich wie aus schweren Träumen zu mir...


erscheint 2022 in Anthologie

„Chinesische Märchen Update 1.1.“

Machandel Verlag

Leseprobe: „Flying Ogers“

... 15 Stunden Flug sind kein Pappenstiel, stimmt. Aber unsere Erfahrungen konnten nützlich sein. Arabischer Frühling 2011, Ukraine 2013/14: Wir waren seit langem dabei und hatten schon viele Bewegungen unterstützt. - Und ja, natürlich hatten wir Kontakte, wenn auch nicht rauf bis Merkel. Aber dazu musste ich mir erstmal selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen.

Ich hatte den Kampf der Hongkonger mit großer Empathie verfolgt. Er erschien mir höchstbegreiflich, im Gegensatz zum Verhalten der 98 Prozent Chinesen, die keinen Bedarf an Privatsphäre und Selbstbestimmung zu haben schienen und sich so selbstverständlich gängeln ließen. Die Bewohner der ehemaligen Kronkolonie schienen dagegen eher wie wir zu ticken. Europäisch sozialisiert halt, wenn auch in vielem etwas unreif agierend ...



aus Stadtmagazin: "Auftritt", Rhein-Main Illustrierte, Ausgabe 7/8, 1988

Meine allererste Veröffentlichung überhaupt: vor Urzeiten - 1988 - im damaligen Frankfurter Stadtmagazin "Auftritt".
Kann man aber immer noch lesen, finde ich ...!

Leseprobe: „...und wartete, was geschah.“

Mathilde streckte ihre Beine, räkelte sich genüsslich auf dem so weit wie möglich zurückgelehnten Sitz und gähnte. Der Zug hatte in Karlsruhe gehalten. Mit noch benebelten Sinnen sah sie sich um und ein leichter Unmut stieg in ihr auf.
„Wieso schlafe ich nur immer ein beim Zugfahren?“ dachte sie und schüttelte enttäuscht den Kopf, als sie merkte, dass außer ihr nur niemand mehr im Abteil war. Man hätte die Gelegenheit so gut nutzen können!
In Anbetracht der jetzt aussichtslosen Lage schmiegte sie sich in ihren Sitz um auch den Rest der Fahrt weiter zu dösen, da öffnete sich die Schiebetür, und ein kleiner Mann mit Aktenkoffer kam herein ...

Hier die ganze Geschichte:

„...und wartete, was geschah.“ - die ganze Geschichte lesen

( oder alternativ als einfache PDF-Datei)